8/11/2008

 

Inflation drückt eine Million Österreicher in Armut

Mehr als eine Million Menschen sind in Österreich armutsgefährdet. Laut der jüngsten vorliegenden EU SILC-Erhebung (European Statistics in Income and Living Conditions) der Statistik Austria aus 2006 waren 12,6 Prozent der Bevölkerung betroffen. Als armutsgefährdet gilt nach EU-Definition, wer monatlich weniger als 60 Prozent des Nettomedianeinkommens zur Verfügung hat. Die Schwelle liegt damit in Österreich derzeit bei 893 Euro (im Einpersonenhaushalt).
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Aus der Studie der Arbeiterkammer geht weiters hervor, dass sich
* 2,1 Millionen Österreicher keinen Urlaub leisten können
* 840.000 in feuchten und schimmlichen Wohnungen leben und
* 313.000 Menschen nicht genug Geld haben, um ihre Wohnungen im Winter ausreichend zu beheizen.
/ die presse

Österreich liegt mit der Höhe der Arbeitslosenleistungen mit vergleichbaren OECD-Ländern im unteren Drittel.
Der Sozialstaat Österreich, der er sich gerne in seiner Propaganda verkauft - anders kann man dies nicht nennen - und seine Schnurren über die hohen Sozialstandards, entspricht einfach nicht den Tatsachen: "Eine Erhöhung der Nettoersatzrate ist ein notwendiger Schritt zur Armutsvermeidung", fordert die Armutskonferenz angesichts vieler an die Teuerung nicht angepassten Sozialleistungen.

So ist die Notstandshilfe seit 2000 um 8% gesunken. Ein durchschnittliches Einkommen reicht nicht mehr aus, damit das Arbeitslosengeld, das man nach dem Verlust des Arbeitsplatzes bezieht, über der Armutsschwelle liegt. "Der EU-Durchschnitt der Ersatzrate liegt bei 70%, Österreich bei 55%.", so Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk.
/ the glocalist

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