6/16/2008

 

Arm in die Rente

Die Konjunktur soll - glaubt man den Berliner Jubelmeldungen - brummen wie nie, und hört man dann am Feierabend noch die ewig geschönten Nürnberger Statistiken auf allen Kanälen, dass dadurch auch die Arbeitslosenzahlen kleiner werden, könnte man sich zufrieden zurück lehnen und denken, dass doch alles nicht so schlimm ist.

Eine Auswertung des DGB zeigt allerdings ein anderes Bild, gerade der älteren Bevölkerung. "In den ersten drei Jahren des Hartz-IV-Systems hat sich die Zahl der älteren Hilfebedürftigen um gut 215.000 beziehungsweise 22,7 Prozent erhöht", errechnete der DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy für die Gruppe der 50- bis 64-Jährigen. Der Anstieg sei "doppelt so stark wie bei den anderen Altersgruppen".
"Trotz guter Konjunktur breitet sich die Armut bei Menschen kurz vor dem Renteneintritt aus. Im Januar 2008 waren nach FR-Informationen 676.787 Männer und Frauen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Das sind 168.464 mehr als drei Jahre zuvor, was einem Anstieg um ein Drittel entspricht. Auch das wirtschaftlich erfolgreiche Jahr 2007 brachte eine Zunahme um 44.021 (sieben Prozent)."
Mit Hartz IV in Rente / Markus Sievers in fr-online

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